Keine Frage: Die junge iPad App von Manufactum zählt - nicht zuletzt dank dem Windowshop-Prinzip - zu den gelungensten Shopping-Anwendungen, die es für das iPad bislang gibt. Martin Groß-Albenhausen schwärmt daher zu Recht:
![]()
"Manufactum hat einen einzigartigen Katalog. Und jetzt auch eine einzigartige iPad-App. Etwas Windowshop, aber ganz eigen."
Auch andere kommen nach den ersten Tests zu dem Ergebnis, dass die Manufactum-App schön geworden ist ( "Es gibt sie noch, die guten Apps"):
"Manufactum kennt seine Pappenheimer und launcht verschmitzt das scheinbar Undenkbare: eine iPad-App. Mit Kauffunktion, versteht sich. Das typische haptische Erlebnis der Applet-Gerätespezies – Tappen, Swipen, Pitchen - rechtfertigt allein schon die Gratwanderung zwischen Modernitätsverweigerung und Innovationsdrang der Manufactum-Macher."
Frank-Oliver Grün wiederum hat auf Digital-Room.de herausgefunden, warum sich die Manufactum-Macher für die Tablet-App entschieden haben:
"Das Versand-Kaufhaus Manufactum ist berühmt für seine Kataloge. Mit schlichten Produktfotos und virtuos formulierten Texten verleihen sie selbst alltäglichen Dingen wie Heftzange oder Gurkenhobel die Aura des Besonderen. Der Manufactum-Kunde schmökert gerne in diesem Almanach nachhaltig produzierter Gebrauchsgegenstände – häufig sogar ohne etwas zu bestellen.
Vielleicht war das ein Grund, warum das Unternehmen sein Sortiment jetzt auch aufs iPad bringt: Die kostenlose App ist leichter auszuliefern als ein kiloschwerer Warenkatalog per Post, und allemal umweltfreundlicher als bestell-unwillige Stöberer mit dem 400 Seiten starken Wälzer zu beschicken."
Im Test offenbart die App der guten Dinge dennoch vereinzelte Mängel:
"Die aktuellen Kataloge oder Monatsbriefe sind als PDF hinterlegt und können in einer dritten Zeile aufgerufen werden, wobei – wie in der ganzen App – nur das Querformat zur Verfügung steht. In den meisten Katalogen lassen sich die Bilder antippen und damit die jeweilige Bestellseite aufrufen. Beim Gartenkatalog 2011 klappte das in unserem Praxistest allerdings nicht. Mangels Suchfunktion in der App muss der kaufwillige Leser dann zurück zur Themenübersicht und sich über das jeweilige Warensortiment umständlich ans Ziel hangeln."
Vergleichsweise verhalten liest sich daher auch sein Fazit:
"Die Manufactum-App macht das komplette Warensortiment zugänglich – das Stöbern im gedruckten Katalog kann sie nicht ersetzen. Weil die Inhalte beim ersten Aufruf aus dem Internet geladen werden, gibt es häufig Wartezeiten, die den ansonsten flüssigen Bedienablauf bremsen. Eine Suchfunktion für Kunden, die wissen, was sie wollen, wäre ebenfalls wünschenswert."
Diese gibt es zwar im Amazon Windowshop, um schnell ein Produkt zu finden. Dafür hat diese App an anderen Stellen noch Verbesserungspotenzial.
Passend dazu:

Ich habe heute eine sehr interessante Feldstudie gesehen, wo interessanterweise Amazons Windowshop an der Spitze lag, Manufactum aber nur im Mittelfeld. Das waren User, keine Experten, und die haben 10 Shopping-Apps nach verschiedenen Kriterien bewertet.
Wie übrigens von mir erwartet, haben die Katalog-Apps die letzten Plätze erreicht, die echten Shopping-Apps (Amazon, eBay, Zappos) die Top-Positionen. Zappos (leider nur mit US-Account zu laden) ist wirklich eine tolle App, m.E. noch besser als Amazons Windowshop.
Kommentiert von: Martin Gross-Albenhausen | 06. April 11 um 21:26 Uhr
Das hört sich spannend an! Wie lautet denn die Feldstudie bzw. wie kommt man an die Ergebnisse?
Kommentiert von: Stephan Meixner | 07. April 11 um 10:09 Uhr
Hi,
mir sind viele Apps noch zu wenig multimedial. Ich selbst produziere Multimedia-Inhalte und in den meisten Shopping Apss fehlt es noch an innovativen Ideen. Mindestens Bewegtbild mit Ton sollte doch drin sein, oder?
Ganz lieben Gruss
Tanja
Kommentiert von: Veranstaltungsfilm | 17. Mai 11 um 22:08 Uhr
Auf die Gefahr hin, dass ich zu Protokoll gebe, was viele Online-Consultants predigen: Die meisten Unternehmen brauchen keine App, sondern nur eine vernünftige mobile Website.
Kommentiert von: Dirk | 26. Mai 11 um 15:57 Uhr