Im Technik-Magazin t3n bringt Thomas Lang auf den Punkt, warum Online-Händler unbedingt Shop-Konzepte für Tablet-PCs entwickeln sollten:
"Online-Händler rücken durch das iPad noch näher an den Kunden heran. Die Nutzung des mobilen Internets wird allgegenwärtig: unmittelbar auf Knopfdruck, und nicht nach minutenlangem Starten des PCs, ist der User mit dem Internet verbunden. Das Onlineangebot diverser Händler buhlt um die Gunst der Kunden – und zwar nicht mehr im Arbeitszimmer, sondern direkt auf der Couch. Spontankäufe werden wirklich spontan."
Zwar müssen Händler nach Einschätzung von Lang nicht zwangsläufig in eine App investieren, um ihre Kunden auf dem iPad zu erreichen. Ohne Anpassungen dürfte allerdings auch der klassische Shop nur schwer auf iPad & Co. verkaufen:
Interessant auch, was Lang über das Killer-Kriterium Mobile Payment schreibt:"Da das iPad über eine Auflösung von 1024x768 verfügt, stellt es die meisten Websites und Online-Shops normal dar, sagen sich wohl die meisten und schieben das Thema zur Seite – mit verheerenden Folgen. Die Folge sind zu kleine Links, zu verschachtelte Menüs, nicht funktionierende Mouse-Over-Effekte sowie Orientierungslosigkeit durch ständiges Ein- und Auszoomen. Somit können Entwickler vorhandene Software und Webseiten nicht eins zu eins auf das iPad übertragen, da sie entweder zu komplex oder die iPhone-Apps zu minimal erscheinen."
"Bei einem Teil der Shopping-Apps erfolgt der Checkout immer noch über die Website – leider aus gutem Grund. Die Eingabe von persönlichen Daten darf nur über zertifizierte und gesicherte Systeme erfolgen. Vor allem bei Kreditkarten sind die Auflagen der PCI-Zertifizierung (Payment Card Industry) entsprechend hoch. Kaum ein Shop darf noch selber die Kreditkartendaten speichern, was im Fall von iApps und mangelnden Schnittstellen zu Payment-Service-Providern nicht zu vermeiden ist. Das ist auch der Grund, warum ein vorheriger Login auf der Website und dortiges Hinterlegen beispielsweise der Kreditkartendaten bei praktisch allen Shops, die Checkout und Payment nahtlos in die App integriert haben, erforderlich ist. Das mindert nicht nur das Shopping-Erlebnis, sondern verhindert auch Spontankäufe."
Mehr zum Thema gibt es momentan auch bei iBusiness ("Wie Shops auf iPad & Co. verkaufen").
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