„Um ein breites Publikum zu erreichen, müssen Entwickler Apps für verschiedene Plattformen schreiben, was zusätzliche Kosten bedeutet. Wenn die Anwendung in einem Browser läuft, genügt eine Version, auf die alle Nutzer zugreifen können. HTML5 heißt das Zauberwort. Zwar lassen sich mit HTML5 noch nicht so schöne Apps für das Web wie für einzelne Plattformen bauen, doch die ökonomischen Vorteile liegen klar bei der offenen Variante."
In der aktuellen Diskussion ("Es wird keine dauerhafte Appconomy geben") kommt allerdings etwas zu kurz, dass Händler inzwischen auch mit einer App für eine Plattform längst nicht mehr alle Nutzer dieses Systems erreichen:
"Mit iPhone 4 und iOS 4 erhalten App-Entwickler neue Funktionalität für ihre Anwendungen. Erste Fälle von App-Inkompatibilität mit älteren iOS-Versionen deuten gleichzeitig auf eine unerfreuliche Fragmentierung hin. Spätestens in einigen Monaten wird sich die vierte Generation des Apple-Smartphones fest im Markt etabliert haben. Für App-Entwickler steigen dadurch auch die Anreize, die Features der mit dem iPhone 4 veröffentlichten neuen Version des iPhone-Betriebssystems (iOS 4) auszunutzen – primär natürlich im Hinblick auf Multitasking, das mit iOS 4 möglich geworden ist.Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der im Markt befindlichen iPhone 3Gs mittlerweile ebenfalls per Firmware-Update auf iOS 4 aktualisiert wurde. Was übrig bleibt, sind iPhones der ersten Generation sowie das iPhone 3G, das sich zwar auf iOS 4 aktualisieren lässt, aber dadurch unglaublich langsam wird. Ich gehöre zu den Menschen, die noch immer ein iPhone 3G im Einsatz haben. Doch leider befürchte ich, dass alle iPhone 3G-Freunde inklusive mir demnächst sehr viel häufiger über ihre Smartphones fluchen werden: Nämlich dann, wenn sie versuchen, eine App zu installieren, die iOS 4 benötigt.
Dass Software ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr für veraltete Betriebssystem angeboten wird, ist üblich und mir als Windows-Nutzer nicht fremd. Doch wenn man bedenkt, dass es auch heute noch jedes neue Windows-Programm für das 2001 veröffentlichte Windows XP gibt, werden die veränderten Rahmenbedingungen und der deutlich schnellere Innovationszyklus bei Smartphone-Software deutlich."
Selbst um die ca. 3,5 Millionen iOS-Nutzer in Deutschland zu erreichen, ist also im Prinzip mehr als eine App nötig. Fraglich, ob vor diesem Hintergrund die Entwicklung einer nativen App überhaupt noch ökonomisch vertretbar ist.
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