Erst vor einigen Tagen hatten wir uns gefragt, ob es überhaupt einen Mobile-Commerce-Markt gibt. Und wie eine aktuelle Nutzeranalyse vom Kölner Marktforschungsinsitut Phaydon nun zeigt, sind unsere Zweifel berechtigt:
"Unsere Studie räumt mit dem gängigen Vorurteil auf, Mobile Commerce Angebote wären nur on-the-go relevant. Die Analyse zeigt vielmehr, wie häufig mittlerweile beim bequemen Surfen auf der Couch das Smartphon zum Shoppen genutzt wird und wie wichtig dabei der Austausch mit Freunden ist."
Die Nutzeranalyse verdeutlicht, wie hirnrissig es inzwischen ist, bei Umsätzen noch zwischen E-Commerce und M-Commerce zu unterscheiden. Zwar müssen Händler ihre Angebote für verschiedene Endgeräte optimieren. Unterm Strich aber werden klassische E-Commerce-Umsätze generiert. Denn Transaktionen auf iPhone oder iPad lassen - für sich alleine genommen - keinen Rückschluss darüber zu, ob Nutzer nun mobil oder vielleicht doch stationär einkaufen.
Auch auf die spannende Frage, ob Händler nun eine eigene App für Smartphone und Tablet-PC brauchen, liefert die Studie eine eindeutige Antwort:
"Es ist beachtlich, dass sich 80 Prozent der Smartphone-Nutzer mobil über Produkte informieren und jeder zweite davon bereits einmal einen Kauf getätigt hat. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob die Nutzung über Browser oder Apps erfolgt. Es kommt darauf an, dass der Bestellprozess einfach funktioniert."
Der Handel profitiert also auch dann vom Tablet-Trend, wenn Websites auf iPad & Co. eine gute Usability bieten. Wenn sich auch mit klassischen Online-Angeboten solche Shopping-Spielereien leider (noch) nicht realisieren lassen.
Auf twive! jedenfalls werden wir künftig das kaum noch aussagekräftige Label 'Mobile Commerce' tunlichst vermeiden, wenn wir über spannende (visuelle) Shopkonzepte für Smartphones und Tablet-PCs berichten. Mehr zum Thema gibt es auch gerade nebenan bei Exciting Commerce ("Das mobile Phantom").
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