Über 250.000 Apps bietet Apple inzwischen in seinem AppStore an. Und mit jedem Download steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern aus Cupertino das E-Commerce-Geschäft mit realen Gütern für sich entdecken könnte:
"iShop ist das “one more thing”, von dem Steve Jobs bis jetzt noch nicht gesprochen hat. Denn iShop kann auf der Basis der iPod-, iPhone- und iPad-Nutzer das Shopsystem der Zukunft werden, eben weil es auch gleich die Endgeräte zur Verfügung stellt, um die Produkte zu bewerben, zu verkaufen und die Zahlungen abzuwickeln. Man hat den ganzen “one-click-Shop” als Apple-Kunde immer bei sich; bequemer geht es nicht mehr."
Was aber würde ein iShop für den Handel bedeuten? Die Vorteile: Händler brauchen nicht mehr für teures Geld eigene Smartphone-Apps oder mobil-optimierte Webshops entwicklen, um auf mobilen Endgeräten (mit iOS) zu verkaufen. Stattdessen würde es genügen, sich dem zentralen iShop-System anzuschließen. So wie eben Labels heute ihre Musik über iTunes verkaufen. Händler könnten zudem davon profitieren, dass Apple-Nutzer bereits ihre Kontodaten hinterlegt haben und es sich daher einfacher mobil Shoppen lässt.
Die Nachteile aber wären wohl: Apple dürfte bei seinem iShop die üblichen Verkaufsprovisionen kassieren, was gerade Transaktionen bei Produkten mit geringer Marge schnell unprofitabel machen könnte. Dazu dürfte Apple wohl auch bei einem iShop sehr genau darauf achten, wie sich Anbieter im Apple'schen Ökosystem verhalten. Und wenn Händler aus dem iShop fliegen, wäre die Geschäftsgrundlage für E-Commerce auf iPad & Co. erst einmal dahin.
Doch ist der letzte Punkt wirklich noch entscheidend? Bestimmen nicht auch im stationären Internet schon längst einige wenige Shops für viele die Spielregeln?
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