Im Zuge unserer iPad-Berichterstattung kamen wir in den vergangenen Wochen nicht umhin, uns auch immer wieder einmal mit spannenden Verkaufskonzepten für weitere (mobile) Endgeräte wie das iPhone zu beschäftigen.
Je mehr das Thema Mobile aber in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, umso eher verliert das trendige Label 'Mobile Commerce' an Aussagekraft. Jochen Krisch bringt es nebenan auf den Punkt ("Das mobile Phantom"):
"Für Exciting Commerce ist Mobile erst einmal kein Thema, da wir weiter davon ausgehen, dass spannende Verkaufskonzepte (Live Shopping Events, etc.) per se spannend sind - egal auf welchen Geräten bzw. über welches Netz man sie nutzt."
Tatsächlich stellt sich inzwischen zwangsläufig die Frage, wo eigentlich der klassische ECommerce-Markt endet und Mobile Commerce beginnt. Zwar gibt es einige Shop-Konzepte, die auf Smartphone-Features zugeschnitten sind und an einem Desktop-Rechner daher nicht funktionieren. Die meisten Online-Shops aber bieten mobil doch das gleiche Angebot wie im stationären Web. Eine Unterscheidung zwischen E- und M-Commerce ist da nur wenig sinnvoll.
Handelt es sich um Mobile Commerce, wenn Nutzer unterwegs auf einen optimierten Web-Shop zugreifen? Oder kommen hier nicht einfach ganz normale ECommerce-Transaktionen zustande? Warum werden iPad-Umsätze als mobil gewertet, wenn Nutzer zuhause auf dem Sofa shoppen? Und wie mobil ist überhaupt noch das vielzitierte mobile Internet, wenn Verbraucher doch solche Daten-Flatrates zunehmend als DSL-Ersatz in den eigenen vier Wänden nutzen?
Gibt also überhaupt den einen Mobile-Commerce-Markt? Oder nicht einfach klassischen E-Commerce, der auf zig verschiedenen Endgeräten funktioniert?
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