Blätterbare Kataloge auf dem iPad frusten schnell, weil sich die dargestellten Produkte entweder nicht klicken lassen oder die Suchfunktion fehlt. Genau das könnte man daher auch bei der App Mein Prospekt HD (iTunes Link) bemängeln:
"Mit MeinProspekt HD bekommt ihr die Prospekte von unzähligen Geschäften, egal ob nun MediaMarkt, Aldi, Schlecker oder Ikea, aus ca. 14.000 Städten aufs iPad geliefert. Die Prospekte werden ähnlich wie bei iBooks (iTunes Link) in einem Regal nach Art des Geschäfts angezeigt. Per Antippen können die PDF-Versionen der Werbeblätter aufgerufen werden und per Wischen oder über die Menüpunkte durchgeblättert werden."
Während erste Usability-Tests der Apps von Otto & Co. aber wenig begeisterte Kunden zeigen, fällt die Resonanz bei MeinProspekt meist positiv aus. Vielleicht ja, weil die App im Vergleich zum Print-Flyer einen konkreten Mehrwert bietet:
"Mit MeinProspekt HD hat man alles, was man braucht. Und kann auf Grund des großzügigen Displays des iPads die Prospekte auch komfortabel betrachten. Sehr schön finde ich auch die Möglichkeit die besten Angebote der jeweiligen Stadt direkt auf einer Karte ausfindig machen zu können."
Wenn man allerdings diese Checkliste und solche Ratschläge als Basis nimmt, so hat die Münchner MeinProspekt GmbH eigentlich - auf dem Papier - vieles falsch gemacht. Doch die App scheint nicht nur, den Nerv der Zielgruppe zu treffen. Sondern lockt auch Investoren an, wie sechsstellige Finanzspritzen belegen:
Begeistert die iPad App vielleicht also letzten Endes tatsächlich deswegen, weil man jetzt getrost einen „Keine Werbung“-Aufkleber an den Briefkasten kleben kann und trotzdem die neuesten Sonderangebote ins Haus flattern?"Mountain Super Angel investiert in das zukunftsträchtige Geschäftsmodell der elektronischen Prospektdistribution. Meinprospekt bietet dem Nutzer die Möglichkeit, in seinen Lieblingsprospekten zu blättern - und das ohne die Papierlast im Briefkasten, sondern gemütlich mit Apps für iPhone oder iPad."
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