Nicht nur Online-Händler zweitverwerten auf dem iPad vorhandenen Content. Auch renommierte Medienhäuser begnügen sich damit, statische PDFs auf den Tablet-PC zu spielen. Dabei bietet das Medium doch so viele Möglichkeiten:
"Das iPad ist das ideale Gerät, um Magazine zu durchblättern. Doch irgendwie ist das Ganze nicht so spektakulär, wenn der Inhalt exakt der selbe ist, der zum gleichen Zeitpunkt im Regal des Zeitschriftenhändlers liegt.
Doch was, wenn jeder sein eigenes Magazin designen könnte? Und das sogar mit Mitteln, an die man bereits gewohnt ist! Die Flipboard Inc. hat mit dem "Flipboard" (iTunes Link) fürs iPad einen Twitter- und Facebook-Client in den App-Store geworfen, der unseren Blick auf Web-Inhalte verändern könnte.
Denn Flipboard stellt Inhalte von Freunden oder Twitter-Nutzern eben nicht als Liste dar, sondern verpackt Nachrichten der anderen in ein innovatives Design, was meiner Vorstellung der digitalen Zeitschrift schon ziemlich nahe kommt."
Netzökonom Holger Schmidt lobt neben dem Design vor allem den Content:
"Das eigentlich Spannende an Flipbboard sind die im Hintergrund arbeitenden semantischen Verfahren, die Inhalte nach persönlicher Relevanz sortieren."
Was also, wenn Internetnutzer auf dem iPad künftig nicht nur individuelle Magazine, sondern auch ihren eigenen Online-Shop designen könnten? Also praktisch das umgekehrte Zlio-Prinzip: Kein Affiliate-Shop, um mit Provisionen an Produktverkäufen zu verdienen. Sondern ein individueller Online-Shop, der Nutzer (auf Basis ihrer Kaufvorgänge) mit relevanten Produktvorschlägen (aus anderen Shops) und Empfehlungen von Freunden versorgt. Verpackt in einem ansprechenden Online-Katalog. Mit Suchfunktion und klickbaren Produkten.
Passend dazu:

Das Konzept von Flipboard begeistert und das Potential für den E-Commerce wäre wahrlich gross.
Zu beachten ist, dass Flipboard (oder ein anderer Anbieter) nicht zu fest die Kontrolle übernimmt bzgl. Sortimentsauswahl. Denn dann wären wir wieder beim (stationären) Shopping 1.0, wo ich immer das Gefühl habe, nicht das gesamte Sortiment sehen zu können (Long-Tail). Aber eine ansprechend aufbereitete Shopping-Auswahl unter Einbezug aller verfügbaren Empfehlungs-Algorithmen (Social-Graph etc.) plus eine ausgeklügelte Suche die den Long-Tail dedizierter Shops abgreift - das wäre wahrlich eine Killer-App.
Kommentiert von: Thomas Lang | 27. Juli 10 um 14:39 Uhr
Spannender Aspekt! Tatsächlich dürfte der App-Anbieter die (Vor-)Auswahl nicht zu sehr begrenzen: beispielsweise auf einige wenige Shops bzw. Quellen, wie es ja selbst Flipboard momentan noch tut...
Kommentiert von: Stephan Meixner | 27. Juli 10 um 18:52 Uhr