Im Video-Interview mit Daily Telegraph spricht nun Usability-Guru Jakob Nielsen darüber, was bei der Nutzerführung in iPad Apps zu beachten ist. Dabei nimmt er auch die Anwendung von GAP unter die Lupe (ab Min. 1'34 im Videoclip):
Nielsen zufolge gibt es prinzipiell drei Herausforderungen, die Shopbetreiber auf dem iPad meistern müssen. Und die erste bestehe darin, potenzielle Kunden erst einmal überhaupt auf die eigene App aufmerksam zu machen:
"There’s really nothing other than the bestseller list and a few topic categories, particularly compared with the eco-system around getting an application for a PC or Mac. You’re very often left with recommendations from friends."
Ein weiteres Problem sei, dass es bei Nutzerführung und Usability auf dem iPad (noch) an verbindlichen Standards fehle:
"You need conventions for what’s movable, for example, or how to zoom in or out. But you only really learn things if they are consistently applied. If you try something now and it works and then I go to another app and it doesn’t work, I start losing faith."
Erschwerend komme hinzu, dass manche Publisher zentrale Steuerungselemte in ihren Apps hinter Icons verstecken (ab Min. 0'15 im Videoclip). Halb so wild, meinen dagegen ECommerce-Experten. Martin Groß-Albenhausen etwa sagt:
"GAP beispielsweise versucht bei seiner App zurecht einmal, die Möglichkeiten auszutesten. Es sind Fingerübungen, solange noch niemand die Geräte in der Hand hatte und keiner weiß, wie Nutzer tatsächlich damit umgehen. GAPs Ansatz ist daher in Ordnung - besser mal frei experimentieren als sofort mit einer Usability-Brille kommen, die vor dem Launch des iPad ja nicht mal auf Laborforschung beruhen konnte."
Mehr zum Thema iPad Usability erfahren Interessenten übrigens auch hier.
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