Die Shopping-Clubs inszenieren Verkaufsaktionen seit jeher gerne über opulente Bilderwelten. Und es liegt nahe, dass diese visuelle Kundenansprache auch beim Sofa-Shopping auf dem Lean-Back-Medium iPad funktionieren wird.
Wie der Mode-Handel auf dem iPad einmal aussehen könnte, zeigt in Ansätzen das Beispiel Gilt Groupe. Der US-amerikanische Vente-Privée-Dienst hat seit Anfang April als erster Vertreter seiner Zunft eine eigene iPad-App am Start:
"Gilt Groupe’s sales on luxury goods can all be accessed directly from the app. The app allows you to receive real-time sale alerts, check upcoming sales and receive an instant Gilt membership when you download the app. The app’s shopping cart, that is always visible, allows members to quickly touch and drag desired items into their cart."
Das Screen-Design der iPad-App unterscheidet sich bisweilen zwar nur marginal vom klassischen Web-Layout. Produktmanager Jag Bath glaubt dennoch, dass seine App die Bedürfnisse der Nutzer beim Sofa-Shopping befriedigen wird:
"With our iPad app users feel like they are physically touching all the products. What's also amazing, especially for our members, is the speed at which they can browse through the sales and add items to their cart. By taking full advantage of the iPad's large Multi-Touch display, members are immersed into the Gilt experience like never before."
Zustimmung erntet er von den Autoren vom frisch gestarteten ECommerce-Blog Shopanprobe.de, die von der neuen Gilt-App ebenfalls recht angetan sind:
"Der gesamte Bildschirm wird für die Produktdarstellung genutzt. Die Anmutung ist edel geraten, die Verbindung von Navigation (Kategorien, Menüpunkte etc.) mit Produktlisten und Detailseite ist ähnlich wie bei bekannten Apps aus dem Mediensektor: schnelles Scrollen durch die Kategorieliste auf der linken Bildseite plus Produktliste auf der rechten. Macht einen guten Eindruck."
Gilt Groupe will in diesem Jahr bis zu 500 Millionen US-Dollar Umsatz machen. Zum Vergleich: Branchen-Primus Vente Privée hat 2009 europaweit einen Netto-Umsatz von 680 Millionen Euro erzielt, davon etwa 42 Millionen in Deutschland.
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