Video-Shopping-Anwendungen sind teuer, aufwändig und komplex: Mit diesen Vorurteilen haben gerade Produktionsfirmen immer wieder zu kämpfen. Warum sich diese Video-Klischees so hartnäckig halten, verdeutlicht folgendes Beispiel:
"HSN.com is now offering live streaming of its TV channel in high-definition quality through its e-commerce site. The technology is accessible under the Watch section on the left side of the home page via the link “HSN Live in HD”. The HD stream took about four months to set up and complements the other video and rich media on HSN.com, including Flash applications and Windows Media Video files, also known as WMV files."
Bereits über Sinn und Zweck bzw. den Mehrwert eines HD-Channels beim Online-Shopping lässt sich sicher trefflich streiten. Schlimmer aber noch, dass HSN interessierten Kunden den Video-Konsum so schwer wie möglich macht:
"While HD viewing can be clean and crisp, offering it via the Silverlight platform could alienate some shoppers. Fewer consumers’ computers have Silverlight plug-ins than Flash readers. Industry research suggested a 95% consumer adoption rate for Flash in North America versus about 25% for Silverlight."
Wer also den HD-Channel starten will, muss sich zunächst einmal mit Plug-Ins, Downloads und Software-Installationen herumschlagen. Ein Konversionskiller also, wo sich Video-Anwendungen doch so usability-freundlich umsetzen lassen.
Es hat daher schon beinah satirische Züge, wenn manche US-Blogger von einer "enhanced user shopping experience" schwärmen. Nicht zuletzt auch weil HSN verschweigt, wieviele Shopper eigentlich überhaupt den HD-Stream nutzen.
Gerade für kleine und mittelständische Shopbetreiber zeigt daher HSN.com, wie sie Video-Anwendungen genau nicht angehen sollten. Denn erfolgreich sind im E-Commerce vor allem solche Händler, die in Clips authentisch kommunizieren. Und dafür braucht es weder kostspielige Videoproduktionen noch aufwändige HD-Technik, wie solche Erfolgsgeschichten immer öfter eindrucksvoll belegen.
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