Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2010 hatte Google vergangene Woche zahlreiche Neuerungen präsentiert. Spannend ist dabei das WebM-Projekt, das noch im Hinblick auf Video-Shopping-Anwendungen wichtig werden könnte:
"Der Suchriese hat gemeinsam mit den Browser-Herstellern Mozilla und Opera sowie einigen anderen Unternehmen still und heimlich an einem neuen, freien, offenen Video-Format gearbeitet, das auf der Konferenz vorgestellt wurde. Der Name des proprietären H.264-Video-Code-Konkurrenten lautet WebM Project.
Das Projekt im Kern aus drei Komponenten: Zunächst einmal dem High-Quality Video-Codec VP8. Die VP8-Technologie hat Google nicht selbst entwickelt, sondern durch die durch die Übernahme der Firma On2 Technologies erworben. Auf der I/O-Konferenz wurde sie offiziell als Open Source freigegeben.
Eine weitere Komponente des neuen Standards heißt Vorbis. Vorbis stellt sozusagen das Komplementärstück zu VP8 dar, da es sich hierbei um einen bereits als Open Source vorhandenen und relativ weit verbreiteten Audio-Codec handelt.
Last but not least dient den VP8- und Vorbis-Daten eine Variante des Matroska-Formats als Media-Container. Ziel des Projekts ist, einen neuen Standard für HTML5-Video zu etablieren."
Was aber bedeutet das neuen Format nun für Online-Händler und Video-Shopping-Anwendungen? Der GoogleWatchblog liefert erste Hinweise:
"WebM liefert auf den ersten Blick die Qualität von Flash-Videos. Erste Versionen von Opera, Firefox und Chromium unterstützen diesen bereits. Google kodiert alle Videos von YouTube in der nächsten Zeit um."
Ativ mit Google WebM beschäftigen müssen sich Händler nach Einschätzung von Cliplister-Geschäftsführer Sören Schulze daher nicht (via Mail):
"Google WebM wird mit Sicherheit in den nächsten ein bis zwei Jahren stark an Bedeutung gewinnen, da der Video-Codec VP8 im Gegensatz zu H.264 für Anbieter von beispielsweise Encoding-Software oder Video-Hosting-Lösungen lizenzfrei verfügbar ist.
Die Umstellung wird aber im Hintergrund stattfinden, so dass Händler davon nicht viel mitbekommen werden. So wie Online-Video-Provider seinerzeit ihr Videoformat beispielsweise von Quicktime und Windows Media zu Flash umgestellt haben, wird auch die Umstellung von Flash auf HTML5 und WebM erfolgen."
Die technischen Details zum neuen Video-Format von Google hat ReelSEO noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Wer seine Videos selbst hostet, kann Clips bereits nach WebM konvertieren. Die Anleitung dazu gibt es hier.
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