Im boomenden Markt für Tablet-PCs könnten sich visuelle Shopping-Welten zur Killeranwendung mausern, wie GAP ja bereits seit einigen Wochen andeutet:
"Gap's free application invites users to browse through selections of video content, celebrity imagery, and a range of Gap products. Each piece of content prompts the user to share it with friends via e-mail, and features a call to action prompting users to purchase from directly within the app."
Mit Yoox.com folgt nun ein weiterer Retailer dem Beispiel GAP und bietet ebenfalls eine speziell für das iPad optimierte Shopping-Umgebung an:
"In the comfort of your own home or while travelling, you can leaf through yoox.com just like a magazine, viewing selected clothing and design items in high definition – down to the smallest detail. In between readings, e-mails, pictures, videos, music and video games, explore yoox.com fashion and design on your iPad."
Es ist schon spannend, wie sehr sich der starre Online-Produktkatalog auf der Yoox-Website von der bildgewaltigen App unterscheidet (s. iTunes-Link).
Dass Händler ihr Shop-Sortiment aber auch ohne spezielle Anwendungen auf dem Lean-Back-Medium Tablet PC visuell ansprechend und emotional in Szene setzen können, verdeutlicht ein aktueller Beitrag im E-Commerce Blog:
"Bei Webseiten, die nicht zu lang sind, passen alle Inhalte gut lesbar auf das Display des iPad. Während einige Webseiten aber nur eingeschränkt bedienbar sind, da sie z.B. auf Flash setzen, gibt es andere, die wunderbar funktionieren: so zum Beispiel der Online-Shop von Lascana. Die Videos die die Francisca Urio Kampagne begleiten sind via VouTube eingebettet. Somit laufen auch die Multimedia-Inhalte von Shop und Blog auf dem iPad."
Klar im Vorteil sind auf Tablet-PCs also alle Händler, die bereits im regulären Shop eine visuelle und emotionale (Video-)Ansprache versuchen:
"Für den eCommerce wird sich auf Tablet PCs einiges ergeben: Suchaufträge mache ich immer noch am Schreibtisch. Das wird in Zukunft auch so bleiben. Wenn ich weiß, was ich will, wenn ich es schnell brauche, dann wird das schnell am Schreibtisch erledigt. Aber wenn ich stöbern will, wie früher im Versandhauskatalog, dann nehme ich das iPad."
Alexander Graf vom E-Commerce-Blog Kassenzone argumentiert ähnlich (Artikel: "Der iPad-Effekt: Es ist doch wichtig"):
"Vielleicht verhilft das iPad damit endlich dem Television-Commerce zum Durchbruch. Bezeichnenderweise findet dieser Durchbruch dann doch nicht auf dem Fernseher statt."
Gerade die teils doch opulent inszenierten Verkaufsaktionen der zahlreichen Shopping-Clubs könnten auf iPad & Co. besonders gut funktionieren.
Passend dazu:
- Tablet-Commerce: Ist Video die Killeranwendung für's iPad?
- Ausblick: Sieben Thesen zum Video-Shopping-Markt in 2010
- iPhone-Videotour: Mit Absicht gegen alle (Usability-)Regeln?

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