Video-Mails sind für Händler eine ausgesprochen zwiespältige Angelegenheit. Einerseits liegt es auf der Hand, mit solchen Videos auch in Newslettern zu werben. Andererseits setzt die Technik vielen Marketing-Ideen strikte Grenzen:
"Die direkte Auslieferung von Video ist nicht möglich. Denn wegen der Sicherheitseinstellungen werden Flash, MPEG oder andere Videoformate in gängigen Mail-Programmen nicht angezeigt."
Ein Ansatz ist daher, mit Video-GIFs in Newslettern zu werben. Da Video-GIFs aber keinen Ton unterstützen, lassen sich Emotionen nur schwer transportieren.
Nico Zorn vom EMail-Marketing-Blog empfiehlt daher Werbetreibenden, bei ihren Video-Mailings von vornherein auf so genannte Fake-Player zu setzen:
"Mit einem Fake-Player können Sie die Klickrate Ihrer Kampagnen signifikant erhöhen. Dabei wird ein Standbild des Videos inklusive der Bedienelemente (Playbutton, Lautstärkeregler, Fullscreen-Icon etc.) des Videoplayers als Grafik in die E-Mail integriert.
Für den Empfänger entsteht der Eindruck, als könne er sich das Video direkt in der Mail anschauen. Tatsächlich öffnet sich nach einem Klick auf das Video das Browserfenster mit einer Website, auf der das eigentliche Video (zum Beispiel im Flash-Format) eingebunden ist und problemlos abgespielt werden kann."
Damit Fake-Player von Nutzern in Newslettern aber wahrgenommen werden, sollten Händler einige Aspekte beherzigen. E-Mail-Marketing-Dienstleister Bronto nennt in einem aktuellen Whitepaper beispielsweise folgende Punkte:
- Use text to describe the video
You need more than just an image to engage subscribers to watch your video. A short description of the key message in the video will confirm the subscriber’s interest and compel them to click-through and watch. - List the file size, length of video and formats supported
By adding the elements of the video, you allow your recipients to decide whether they have necessary function ability to support viewing video.
Ebenfalls entscheidend für den Erfolg von Fake-Playern ist, dass Händler ein möglichst emotionales und aussagekräftiges Thumbnail für ihren Videoclip wählen. Praxistipps dazu finden Shopbetreiber nebenan beim VideoRetailer:
Verkaufsfördernd ist Experten zufolge zudem, wenn Online-Händler gleich in der Betreffzeile auf Videos in ihren Newslettern hinweisen ("Mit Video"): auch wenn statt dem eigentlichen Video dann nur ein Fake-Player zu sehen ist."Maximizing click-throughs is an art. In general if a video is a product review it’s a good idea to select a good thumbnail of the product. But sometimes the product has an awkward shape and would not be easily recognizable in a single thumbnail. In this case, an attractive shot of the presenter works well.
A little harder would be selecting the right thumbnail for educational videos. In this case, it’s hard to pick an image that summarizes the problem and suggests a solution. And picking a thumbnail for a branding video is even harder than How-to’s because of the branding implications."
Passend dazu:

Fake-Player hatten bereits vor 3 Jahren kurz Furore in Bannern gemacht um auch dort die Klickrate zu erhöhen. Sind aber wieder verschwunden, weil sich die User wohl "verar***t" vorkamen. Gut möglich, dass es in Mails besser klappt.
Vgl. auch: http://blog.carpathia.ch/2007/04/20/dell-veruchts-youtube-usability/
Kommentiert von: Thomas | 29. April 10 um 17:03 Uhr