Mit dem Video-Shopping-Trend zu Augmented-Reality-Anwendungen beschäftigt sich nun auch der Usability-Blog in einem aktuellen Beitrag:
"Viele Online-Shops setzen nun virtuelle Elemente auf ihren Websites ein, um potentielle Käufer durch ein etwas anderes Einkaufserlebnis im Internet zu begeistern. Hierzu zählen unter anderem virtuelle Wohnwelten oder Anproben per Webcam.
Es gibt aktuell aber kaum 3D-Shops, in denen sich die Käufer frei bewegen können. Denn Händler nutzen immer nur vereinzelt virtuelle Elemente, die ein anderes neuartiges Einkaufserlebnis bieten. Es ist kein komplettes, frei bewegliches Shopping in 3D."
Tatsächlich sind solche 3D-Einkaufswelten in der Tradition von Second Life im Online-Handel rar gesät, während AR-Anwendungen momentan boomen.
Dass Online-Händler allerdings kaum mit dreidimensionalen Einkaufswelten experimentieren, hat durchaus trifftige Gründe:
"Virtuelle Einkaufswelten zeigen, wie man Produktabbildungen in einer 3D Umgebung präsentieren kann. Sie zeigen aber leider überhaupt nicht auf, wieso man das tun sollte. Die 3D-Umgebung bietet Online-Shopern überhaupt keine Vorteile. Jeder klassische Online-Katalog ist diesen Ansätzen weit überlegen."
Mit AR-Anwendungen wie dem Webcam Social Shopper dagegen können Händler ihren Kunden nun ohne Technik-Hürden ein besseres Einkaufserlebnis bieten:
"Mittels AR kann ich auch nach Ladenschluss beispielsweise Brillen anprobieren oder Kleidungsstücke auf mich projizieren. AR kann und will dabei nicht das Einkaufserlebnis ersetzen. Vielmehr ist der Grundgedanke den Konsumenten über eine weitere Facette zur Marke oder zum Produkt zu bringen."
Während also 3D-Shopping-Welten meist keinen Mehwert bieten, transportieren AR-Services das Einkaufserlebnis aus dem stationären Handel (Waren anfassen, ausprobieren und erleben) nun erstmals auch in Ansätzen ins Web. Spannend.
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