In keinem anderen Bereich entstehen derzeit wohl so spannende Ansätze für Video-Shopping-Services wie im Umfeld von Augmented Reality (AR).
Nachdem Online-Optiker bereits mit AR-Anwendungen verkaufen und sich auch die Fashion-Industrie schon mit vergleichbaren Services rüstet, könnte als nächstes der boomende Beauty-Markt von Augmented Reality profitieren:
"Beim japanischen Kosmetikhersteller Shiseido findet Augmented Reality in Form des “Digital Cosmetic Mirror” Einzug in unsere Welt. Der Spiegel erlaubt den Damen das Ausprobieren von Kosmetika, ohne diese aber tatsächlich im Gesicht auftragen zu müssen.
Der Spiegel ist eine Kombo aus Monitor und darüber angebrachter Videokamera. Diese scannt in einem ersten Schritt das Gesicht der Frau und zeigt es dann auf der linken Hälfte des Monitors als Bewegtbild an.
Auf der rechten Seite erscheinen Vorschläge für Make-Up-Produkte. Aus diesem Angebot kann die Dame dann etwa einen Lippenstift per Druck auf den Touchscreen auswählen. Sobald dies geschehen ist, überträgt der Computer die Farbe an die passende Stelle des gescannten Gesichts."
Kurioserweise steht die AR-Anwendung bislang nur vor Ort im Ladengeschäft zur Verfügung. Dabei liegt es doch geradezu auf der Hand, dass Beauty-Versender solche virtuellen Schmink-Spiegel auch in ihren Online-Shops anbieten sollten:
"Spannend wird es im Beauty-Markt dann, wenn Anbieter auch für den Online-Markt zugkräftige Verkaufskonzepte entwickeln statt auf primitive Produktshops zu setzen."
Tatsächlich kann ein virtueller Schmink-Spiegel eines der zentralen Probleme beim Online-Shopping lösen, das solche Produktvideos niemals lösen werden.
Erst durch virtuelle Spiegel lässt sich Kosmetik im Web wie im realen Leben vor dem Kauf ausprobieren. Gut vorstellbar also, dass AR-Services in Beauty-Shops schon bald solche Video-Verkaufsformate auf Dauer ablösen werden.
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