In Echtzeit über Bewegtbilder in Video-Live-Streams zu verkaufen, ist besonders vielversprechend. Warum, erklärt Ingo Schnall gerade anschaulich am Beispiel der Teleshopping-Sender:
"Teleshopping ist (vor allem) dann erfolgreich, wenn es live ist. Der Moderator ist durch den berühmten „Knopf im Ohr“ mit der Regie verbunden. Hier werden in Echtzeit die Verkäufe und die Aktivitäten in den Callcentern überwacht. Sprich: Man sieht genau, wann die Zuschauer anrufen und noch wichtiger: warum sie anrufen."
Diese Reaktionen der Kundschaft wiederum können prinzipiell auch alle Online-Händler beim Realtime-Video-Shopping im E-Commerce zu Geld machen:
"Wenn ein bestimmtes Verkaufsargument besonders gut war und daraufhin mehr Zuschauer anrufen und bestellen, wird der Moderator genau dieses Argument wieder und wieder penetrieren.
Moderator und Crew gehen zu jedem Zeitpunkt der Sendung auf den Zuschauer ein. Teleshopping ist also (inter)aktives Verkaufen. Und genau das gilt es, ins Netz zu übertragen."
Tatsächlich fehlt in fast allen Online-Shops ein zwingendes Echtzeit-Element. Selbst wenn Produkte bei Woot & Co. nur begrenzt verfügbar sind: Kunden haben (leider) nach wie vor Zeit, nach einem günstigeren Anbieter zu suchen.
Zwar setzen einzelne Shops bereits zur Verkaufsförderung auf Videos. Statische Produktvideos versprühen aber kaum Echtzeit-Flair und liefern Kunden ebenfalls keinen Grund, warum sie genau jetzt in einem Shop auch kaufen sollten.
Vor diesem Hintergrund ist besonders spannend, was beispielsweise 1-2-3.tv bei seinen Web-Auktionen treibt. Solche Kombination aus Live-Auktionen, Streaming-Inhalten und Video-Shopping dürften Kunden nicht nur emotional ansprechen. Anbieter lösen sich auch von der Preistransparenz, wenn sie Shopper in so einem Video-Biotop die passenden Kaufargumente liefern.
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