Nachdem in letzter Zeit vor allem Startups im Umfeld von Augmented Reality (AR) mit spannenden Shopping-Konzepten aufwarten konnten, verweist Martin Groß-Albenhausen nun auf das AR-Experiment einer etablierten Mode-Marke:
"Aus Italien kommt jetzt ein Beispiel für den Einsatz von Augmented Reality im Katalog. Sämtliche Kataloge der Benetton Group tragen auf der Rückseite einen simplen QR-Code. Wer die Rückseite auf der entsprechenden Shopseite in die Kamera hält, bekommt einen 90 Sekunden langen Clip vom Fashion-Shooting."
Die Anwendung ist für Nutzer recht intuitiv zu bedienen und für Händler einmal ein anderer Weg, um auf solche Fashion-Shows im Online-Shop hinzuweisen. Die Lösung ist laut Groß-Albenhausen dennoch kein Selbstläufer:
"Es fehlt der echte Nutzen. Wenn aber hinter dem Code ein besonderes Angebot steckt, kann ein solcher QR-Code Involvement bringen."
Tatsächlich haben im Vergleich die Anwendungen von Zugara oder Tastenkunst zur Zeit den entscheidenden Vorteil, dass sie Kunden im Shop bei der Suche nach dem richtigen Outfit oder der passenden Brille aktiv unterstützen.
Solch einen Mehrwert bietet die Benetton-Anwendung (noch) nicht, da Kunden lediglich Werbematerial abrufen können. AR-Lösungen funktionieren aber nicht zwangsläufig, nur weil es inzwischen halt die Technik dafür gibt.
Spannender wäre daher, wenn Kunden über die Codes auf den Print-Katalogen Detail-Infos zu einzelnen Produkten im Shop aufrufen könnten: zum Beispiel kurze Catwalk-Clips. Das könnte die Kaufentscheidung spürbar unterstützen.
Mit AR-Anwendungen beschäftigt sich Benetton übrigens schon seit längerem. Auch beim aktuellen Model-Contest kommt die Technik daher zum Einsatz.
Passend dazu:

Das ist spannend, besonders, dass sie eine Traditionsmarke wie Benetton an sowas heran traut. Obwohl sie ja schon immer durch ausgefallene Marketingideen und Kampagnen auffallen.
Kommentiert von: Joanna | 27. Oktober 10 um 13:00 Uhr