Live-Shopping mit einer emotionalen Kundenansprache zu vernüpfen, ist wohl mit einer der heißesten Trends im Video-Shopping-Jahr 2010. Zeigen Teleshops doch beispielhaft, welche Umsätze sich auf diese Weise erzielen lassen.
Allein in den vergangenen Wochen sind einige bereits sehr vielversprechende Video-Verkaufsansätze im Live-Shopping-Markt auf der Bildfläche erschienen, was unsere These bestätigt. Anbei eine Übersicht der einzelnen Konzepte:
Verkaufskonzept Nummer 1: Video-Webcast
Ingo Schnall berichtet aktuell darüber, wie QVC in den USA traditionell am Murmeltiertag auf mehr Traffic und Umsatz spekuliert:
"Ein Moderator sitzt live vor einer Webcam im QVC-Studio und chattet mit den Zuschauern. Neben dem Videofenster poppt automatisch das jeweilige Produkt auf, das aktuell nebenan live im TV verkauft wird.
Das Konzept geht auf. Im November 2009 gab es am “Black Friday” einen ähnlichen Webcast. Dabei wurden alleine auf QVC.com Umsätze in Höhe von 13 Mio. US-Dollar erzielt – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr."
Verkaufskonzept Nummer 2: Mystery-Shopping
Der französische Teleshopping-Sender M6 Boutique hatte im Januar mit einem Verkaufsformat experimentiert, bei dem der Preis geheim bleibt:
"Zuschauer bleiben erst mal hängen und fangen nicht direkt an, über den Preis nachzudenken und das Produkt zu bewerten. Moderatoren bekommen zunächst wertvolle Zeit, potentielle Kunden zu überzeugen."
Verkaufskonzept Nummer 3: Internet-Live-Auktion
Für frische Impulse im Markt für Video-Live-Shopping sorgt auch der Münchner Auktionssender 1-2-3.tv, der sein Online-Angebot im Dezember runderneuerte:
"Die wesentlichste Neuerung ist ein eigener Webkanal. Unter dem Namen “1-2-3.tv +” werden täglich zwischen 13 und 23 Uhr sieben Stunden Liveprogramm im Web ausgestrahlt. Damit geht 1-2-3.tv weiter den Schritt Richtung Multi-Channel-Versender. Das Web läuft nicht nur nebenher. Es wird zum Mittelpunkt der neuen Unternehmensstrategie."
Auffällig: Alle spannenden Konzepte für Video-Live-Shopping stammen aktuell von Teleshops. Das ist insofern ungewöhnlich, da diese Anbieter eigentlich ihre Online-Angebote bislang eher stiefmütterlich behandeln.
Wo aber bleiben die visuellen Live-Shopping-Konzepte von reinen Online-Retailern? Beim Preisbock gab es einst erste Gehversuche in diese Richtung, aktuell aber sind im Live-Shop nur YouTube-Videos zu sehen.
Auch der vielversprechende Verkaufsansatz von Shangby wurde inzwischen anscheinend eingestampft. Bleibt aktuell fast nur noch PaulDirekt, wo die statischen Produktvideos allerdings kaum Live-Shopping-Atmosphäre erzeugen.
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