Bedeutet HTML5 tatsächlich auf lange Sicht die Wiedergeburt des Web, wie manche Medien derzeit prognostizieren? Im Hinblick auf Video-Anwendungen jedenfalls ist die aktuelle Entwicklung sicher nicht uninteressant:
"Die kommende HTML-Version 5 enthält einen <video>-Tag. Dieser erlaubt es, ein Video auf die gleiche Art und Weise einzubinden, wie dies auch mit Bildern in HTML geschieht. Zum Abspielen sind dann keine Browser-Plugin wie z.B. Silverlight oder Flash Player nötig. Welche Codecs abgespielt werden, hängt aber vom Browser bzw. vom System ab."
Tatsächlich könnten beispielsweise Zukunftsmärkte wie In-Video-Shopping auf mobilen Endgeräten enorm von HTML5 profitieren:
"Dank der Video-Tags stehen künftig auch für mobile Anwendungen weit reichende Grafikfunktionen zur Verfügung, selbst wenn es für diese keine entsprechenden Plug-ins gibt - siehe Flash für das iPhone – oder die Rechenleistung für ressourcenhungrige Plug-ins nicht ausreicht."
Justin Foster vom Videoretailer sieht dank HTML5 zudem viel Zukunftspotenzial für Video-Mailings im E-Commerce:
"Have you ever dreamed of delivering full video in your emails? Flash represents a security risk, but HTML5 is supported in many web mail clients (at least when run in new browsers)."
Bis HTML5 aber wirklich im Mainstream ankommt, dürfte es nach Einschätzung von Foster allerdings noch etwas dauern:
"HTML5 is already supported in Chrome 3 and up, Firefox 3.6, Safari 3 and 4, and iPhone (plus some secondary devices/browsers). But there is no support at all for HTML5 in Internet Explorer."
YouTube übrigens hat bereits einen HTML5-Video-Player im Angebot. Wer Safari nutzt, kann die HTML5-Testversion von YouTube ausprobieren. Der HTML5-Player unterscheidet sich aber nur in Nuancen vom klassischen Angebot.
Prinzipiell wäre aber auch denkbar, dass sich dank HTML5 so ein Standard-Player für Video-Anwendungen herauskristallisiert. Was Händler im Idealfall künftig vor solchen Usability-Problemen bewahren könnte.
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