Vor allem in Mode-Shops ergänzen zunehmend Catwalk-Clips oder interaktive Modeschauen den klassischen Content um Produktfotos und 360-Grad-Ansichten.
Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Shopbetreiber jetzt zurecht die Frage, welche dieser beiden Rich-Media-Strategien eigentlich wann am sinnvollsten ist:
"Sind 360-Grad-Ansichten heute überhaupt noch sinnvoll? Warum nicht direkt auf bei Youtube oder Sevenload gehostete Produktvideos setzen?
Die Videos lassen sich mittels eines kleines Codes eigentlich recht einfach in jeden Shop einbinden. Des weiteren könnte man die Videos ja auch in einem separaten, kleinem Fenster öffnen lassen."
In der Tat könnte man argumentieren, dass diese Grundsatzentscheidung - pro Foto oder pro Video - letztlich nur eine Frage des Budgets ist:
"Ein Video muss erst einmal gedreht und geschnitten werden. Dies ist mit Sicherheit kostspieliger als die Erstellung eines 360-Grad-Fotos.
Wer also nicht gerade eine Video-Leidenschaft, das notwendige Equipment, die Erfahrung und die Zeit hat, der könnte immer noch 360 Grad Produktfotos im Shop einsetzen."
Doch lohnt sich das wirklich noch? Denn abgesehen von den vielleicht ein wenig höheren Anfangsinvestitionen (Videokamera, Mikrofon, Stativ) unterscheidet sich der Produktionsaufwand bei 360-Grad-Fotos und Videos eigentlich kaum.
Wer etwa eine Rundumansicht von einem Fahrrad zeigen will, muss das Produkt in einem Studio von allen Seiten ablichten. Aber Achtung: Diese Fotos muss man in der Regel aber auch immer noch ein wenig nachbearbeiten.
Bei einem Clip wiederum könnte der Händler das Gerät einfach vor der Kamera drehen und alle Features erläutern. Der Aufwand bei der Nachbearbeitung ist zwar zugegeben etwas größer, das Ergebnis aber gleich viel dynamischer.
Passend dazu:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ein sehr interessanter Artikel wie ich finde. Dennoch wird meines Erachtens das Potenzial von 360°-Produktfotos erheblich unterschätzt.
360°-Produktfotos sind zumindest bei dreh-dich.de deutlich kleiner und schneller zu Laden als bei online Videos. Somit auch für Shop-Kunden in ländlichen Gebieten interessant.
Mit der Hotspot-Technologie können gezielt Detailinformationen an Stellen des Produktes platziert werden, an denen sonst Fragen entstehen. (Es muss nicht gewartet werden bis diese Stelle im Video erläutert wird... Vielmehr verstehen wir das Produktvideo als Ergänzung zum aktuellen Hotspot bzw. klassischen Detailinformationen...)
Das "echte" Anfasen des Produktes mit der Maus vermittelt dem Kunden darüber hinaus ein Gefühl wie im stationären Handel.Die Möglichkeit der intensiven interaktiven Auseinadersetzung mit dem Produkt führt in der Regel zu einer deutlichen Verringerung der Retourenquote sowie die Steigerung des Erinnerungswertes und der Produkt-Identifikation.
Mit freundlichen Grüßen,
P. Widera
- dreh-dich.de | 360°-Produktfotografie -
Kommentiert von: P. Widera | 20. März 10 um 12:49 Uhr