Cavi.tv gewinnt hierzulande einen prominenten Kooperationspartner nach dem anderen und zählt mit Abstand zu der vielversprechendsten Neugründung unter den Nominierten bei der Wahl zum Start-Up des Jahres.
Dennoch fragt sich Marek Hoffmann im Basic Thinking Blog, wann eigentlich der große Durchbruch für In-Video-Shopping endlich kommt:
"Easy mal eben den Fummel kaufen, den mein Star trägt, ohne mich vorher totgooglen oder Tausende von Shops abklappern zu müssen, das ist doch sehr Web 2.0. Trotzdem ist mir diese Form des Shoppings noch auf keiner deutschen Web-Site irgendwo bewusst aufgefallen.
Liegt das an mir? Oder sind im Video eingeblendete Botschaften, aufklappende Informationsfenster, am Mauszeiger festklebende Kaufmich!-Fahnen einfach doch zu nervig? Oder liegt es mal wieder am Preis? Sind die im In-Video-Shop angebotenen Produkte teuerer als bei anderen Anbietern? Oder spricht etwas völlig anderes dagegen?"
In der Tat gibt es einen Grund dafür, dass Video-Shopping-Widgets im deutschen E-Commerce noch mehr Ausnahme als Regel sind. Wenn auch einen trivialen: Shopping-Widgets sind einfach noch ein ausgesprochen junger Verkaufsansatz.
Als der twive!-Blog vor gut einem Jahr startete, gab es gerade einmal in den USA erste Ansätze für Shopping in Video-Widgets. Und technische Innovation ist eben auch bei Video-Widgets nicht gleich soziale Adaption:
"Häufig ist es so, dass technisch vieles möglich ist. Aber die Nutzer können technische Neuerungen nicht in der gleichen Geschwindigkeit annehmen, wie sie angeboten werden."
In der Tat müssen Internetnutzer erst einmal das Einkaufen in (Video)-Widgets - fernab vom eigentlichen Online-Shop - für sich entdecken:
"Lernprozesse müssen beim Konsumenten einsetzen, denn gerade Banner zeichnen aktuell eher sinkende Klickraten aus. Bis User über Banner oder Layer einkaufen, wird wohl einige Zeit vergehen."
Vor diesem Hintergrund ist es eher erstaunlich, in welchem Tempo vor allem Cavi.tv das Thema pusht. Denn die meisten Händler beginnen gerade erst, sich prinzipiell mit dem Thema Verkaufen über Facebook zu beschäftigen.
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