In schöner Regelmäßigkeit beschäftigen sich die Experten vom Usability-Blog mit Produktvideos im E-Commerce. Auch der aktuelle Beitrag liefert einmal mehr spannende Erkenntnisse:
"Bei dem Thema Bewegtbildmedien im Web reicht es nicht aus, über den Joy of Use von Flash oder die Auffindbarkeit von Videoangeboten auf Produktdetailseiten zu sprechen.
Zur Steuerung von Benutzeroberflächen linearer Medien (Audio und Video) finden sich eine Menge Varianten im Web.
Doch es wird klar, dass sich bisher keine Standards etabliert haben und dies durch richtlinienlose Gestaltung zu Usability-Problemen führt."
Konkret testen lassen haben die Usability-Blogger den Video-Player von Amazon und das Clip-Angebot auf Sonnenklar.tv. Zentrale Ergebnisse sind demnach:
- Testpersonen erkennen zwar Bedienelemente ("Fullscreen"), wissen aber nicht, was diese Symbole bedeuten.
- Nutzer wünschen sich, dass Funktionen direkt im Player anschaulich beschrieben werden ("Hier klicken für größeres Video-Format").
- Zeitleisten mit Schieberegler werden von Nutzern als nötig empfunden und gehören damit in jeden Player.
- Ältere Nutzer wünschen sich bei der Standardeinstellung ein größeres Bildformat als es in vielen Shops momentan üblich ist.
- Pixelige Videos lassen den Shop sofort unseriös wirken.
Dass sich Nutzer mit vielen Video-Playern schwer tun, hatten die Usability-Experten bereits vor kurzem angedeutet.
Die aktuellen Ergebnisse lassen nun Rückschlüsse zu, über welche Usability-Stellschrauben sich das Video-Erlebnis verbessern lässt. Denn nur wer eine gute Usability bietet, profitiert auch von den Vorzügen des Video Commerce.
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