Der Schweizer Pflanzen-Shop Lubera hat soeben die 100 voll gemacht und gilt mehr denn je als Paradebeispiel für gelungene Video-Anwendungen.
Passend dazu ein aktuelles Interview von Shopbetreiber Markus Kobelt, der im Händlerzeit-Magazin gewohnt offenherzig aus dem Nähkästchen plaudert:
"Ich habe 100 Videos gedreht, zwischendurch, am Abend,
am Wochenende. Die Kamera war immer bei der Hand. Diese Videos sind für ca. 10.000
Euro entstanden, wenn man es als Kleinunternehmer so rechnen will und es vorzieht, sich
auch selber was zu zahlen."
Video-Anwendungen lassen sich ihm zufolge also bereits günstig produzieren:
"Es lohnt sich, zur Steigerung der Produktivität Projekte
zu planen, also sich ganze Staffeln von Videos vorzunehmen. Also z. B. einen Besuch bei einem Lieferanten oder Hersteller machen, dort Interviews führen, Produkte vorstellen, Atmosphäre
einfangen. An einem Nachmittag lassen sich auf diese Weise gut und gerne zehn Videos
herstellen.“
Vor diesem Hintergrund sollten alle Händler prinzipiell über Video nachdenken:
"Verkaufen im Netz entwickelt sich vom bloßen Ausstellen
zum wirklichen „Verkaufen“. Und das ist im Wesentlichen: eine Geschichte erzählen, die
Käufer und Produkt zusammenbringt.“
Klassische Produktvideos sind ihm zufolge aber nicht immer die beste Wahl:
"Authentizität ist gefragt. Diese
erreicht man aber nur, wenn man auch etwas vom Produkt weg geht, also z. B. „how to“-
Videos macht. Reine Produktvideos sind per se eben nicht so glaubwürdig."
Generell rät er Händlern, ihre Clips nach Möglichkeit einfach zu halten:
"Der Content liegt im Lager, her damit und vor die Kamera! Schnitte nur am Anfang und Schluss
– that’s it. Dann belaufen sich die Kosten nur auf ca. 50 bis 150 Euro pro Video. Voraussetzung ist natürlich ein Anchorman oder eine Anchorwoman, die Spaß an der Sache haben.
Das aber personalisiert dann gerade auch schön den ganzen Shop.“
Das vollständige Interview finden Interessenten in der aktuellen Ausgabe 08/2009 des E-Commerce-Magazins Händlerzeit (kostenloser PDF-Download).
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