An dieser Stelle zeigen wir noch einmal die spannendesten Video-Shopping-Anwendungen, die wir in diesem Monat auf twive! präsentiert haben.
Besonders erfreulich: Mit Overlay.tv, Vzaar und YouTube finden sich diesen Monat unter unseren zehn Favoriten gleich drei Portalbetreiber, die mit zukunftsweisenden Video-Widgets experimentieren.
Folgende Verkaufsansätze konnten uns im Januar überzeugen (in alphabetischer Reihenfolge; die Links führen zu den twive!-Beiträgen):
Unser Innovationstreiber PaulDirekt dürfte an diesem Wochenende noch für einige Überraschungen sorgen, wie MyClubShopping.de spekuliert:
"Am 31. Januar startet erstmals "Pauls Deal Day". Was genau sich dahinter verbirgt, kann nur vermutet werden. Im Blog von Pauldirekt wird schon eifrig gefragt, was bei dieser Verkaufsaktion angeboten wird. Aber bis jetzt hat Paul sich nicht "weich klopfen" lassen.
Die Mitglieder vermuten, dass es sich um eine Verkaufsaktion nach dem Vorbild des "Guutrauschs" handelt. Hier werden Restbestände verkauft: sobald ein Produkt ausverkauft ist, startet das nächste."
Spannend bleibt in jedem Fall, wie PaulDirekt seine Video-Strategie bei solch einer Rabattschlacht umsetzen will.
Schließlich dürfte es dem Tempo dieser Impulskaufaktion widersprechen, wenn lediglich - wie sonst bei PaulDirekt üblich - zu jedem Artikel ein kurzes Produktvideo gezeigt wird.
"Today, we are making it easier to add annotations directly to your YouTube videos. Simply login to YouTube, watch your video on the watch page and click on the video to start adding annotations."
Da YouTube zur Zeit aber ohnehin bereits erste Vorläufer von Video-Shopping-Widgets testet, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Händler in Videos auch auf ihren Shop verlinken können.
Video-Shopping der ungewöhnlichen Art: Anstatt ausgewählte Outfits einzeln in kurzen Produktclips zu präsentieren, zeigt US-Shop Distilled Clothing seine Kollektion am laufenden Band:
"The brand’s entire line can be seen on the home page as the model morphs from outfit to outfit. It’s really remarkable. Each outfit has product description previews and clickable links to product pages. And links from product pages to the point in the collection the item is modeled in."
Distilled Clothing zeigt mit seiner virtuellen Mode-Schau
exemplarisch, wie sich durch visuelle Verkaufsansätze emotionale
Mehrwerte schaffen lassen.
Einen hübschen Überblick über die Vorzüge von Video-Shopping für Online-Händler gibt es gerade beim E-Commerce-Center-Handel:
"Videos bewegen Internetnutzer dazu, sich länger auf Internetseiten aufzuhalten und bieten damit gute Ansatzpunkte zur Verbesserung der Kundenbindung.
Studien belegen, dass durch den Einsatz von Produktvideos neben einer Steigerung der Servicequalität auch die Conversion Rate erhöht werden kann.
Zudem kann die ausführlichere Produktpräsentation auch dazu beitragen, die Quote der Retouren zu senken, da die potenziellen Käufer sich bereits vor dem Kauf besser über das Produkt informieren können.
Eine sinnvolle Platzierung der Videos in Portalen kann außerdem die Besucherzahlen erhöhen und ist damit ein hilfreiches Werkzeug bei der Neukundenakquise."
Den Grundlagenbeitrag unterfüttert das Kölner Institut unter anderem mit Hinweisen auf die aktuelle ECommerce-Studie von Optaros, nach der visuelle Verkaufsansätze im Online-Shopping stark an Bedeutung gewinnen werden.
Einkaufsratgeber im Clip-Format: Ab sofort will Video-Portal Shopflick seine Besucher mit einer regelmäßigen Style-Show zu Käufen inspirieren:
"The new Show offers a fast and opinionated guide to finding, wearing and buying the best new products, designers and trends.
Each episode highlights the "must have" finds worthy of induction into the "Hall of Style," while helping viewers feel empowered, informed and entertained.
Visitors can "shop the show" and purchase all featured products with a click of a mouse."
In Ansätzen erinnert der neue Shopflick-Verkaufsansatz an das US-Portal SeenOn.com, auf dem Nutzer in so genannten "Shopisodes" die Outfits von TV-Stars ordern können.
Wie SeenOn blendet auch Shopflick passende Produkte neben dem Video-Player ein, um Nutzer direkt zum Kauf zu bewegen ("Shop this show").
"By experimenting with overlays within the video youtube is recognizing that when somebody's viewing a video in youtube they are getting better results with overlaying links in the video itself as oppose to having ads around the video for driving sales."
"Teleshopping geht auch ohne Moderatoren. Als Teleshopping Anfang der 80er Jahre geboren wurde, dachte sicher niemand über das Für und Wieder von Moderatoren nach. Es gab sie einfach. Teleshopping hat Moderatoren, weil man es noch nie ohne sie versucht hat."
"Moderatoren sollen gerade bei Nicht-Kunden Vertrauen schaffen. Was aber, wenn ich das Gesicht nicht leiden kann? Der Erstkontakt zwischen Zuschauer und Sender ist entscheidend. Wenn der Moderator nicht “gefällt”, ist der potentielle Neukunde weg."
Zwar gelten im Tele-Shopping etwas andere Regeln als im Online-Handel. Im E-Commerce ist aber gerade bei deutlich kürzeren Produktclips weniger manchmal mehr.
Auch weil im Web die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer sehr gering ist, müssen Händler in ihren Videos möglichst schnell auf den Punkt kommen.
Glamour aus dem Schwabenland: Seit Dezember ist das Stuttgarter Kaufhaus Breuninger auch online auf Kundenfang:
"London hat Harrods, Berlin das KaDeWe und Stuttgart hat Breuninger. Und wer sein Geld lieber virtuell verprasst, für den gibt es seit ein paar Wochen gute Neuigkeiten: den neuen Breuninger E-Shop!"
Geschickt versucht Breuninger in seinem eStore ("Der exklusive Online-Shop für Luxus-Marken"), über Bewegtbilder emotionale Mehrwerte zu schaffen:
"Ein innovatives Feature ist das Breuninger Fashion TV, das Servicebeiträge, Berichte zu Events und Fashionshows sowie Modetipps aus der aktuellen Saison vorstellt."
Bemerkenswert ist nicht nur, mit welcher Formulierungslust Breuninger seine Video-Clips anteasert (s. Beitrag: "Adam mit den Scherenhänden").
"Shoppers are responding to the new advanced features and functions, which in turn is helping to drive web sales higher. In 2008, web sales for Tool King grew by 10% to about $24.2 million from $22 million in 2007."
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